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SX4 and the city:
Der Suzuki SX4 4WD Crossover „deluxe“
SX4 in the city, SX4 on the Glockner – wir sind ihn überall gefahren, den kleinen Suzuki-Crossover …
28.05.2008
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„Allrad für alle“: Schaut man sich den SX4 genauer an, versteht man Suzukis Werbe-Slogan: Ein moderater Anschaffungspreis und niedrige Betriebskosten machen den Einstieg in die 4x4-Welt so einfach wie selten zuvor. Auf vernünftige Performance und Ausstattung muss dabei nicht verzichtet werden.

In Zeiten kollektiver – aber natürlich nicht unberechtigter - CO2-Hysterie und unmoralisch hoher Spritpreise war es auch für uns höchste Zeit, einen Blick auf geldbörsel- und umweltschonendere Fahrzeuge zu werfen – konkret ins Segment der kompakten „Crossover“: Mit dem Suzuki SX4 haben wir ein Auto getestet, das in diesem Segment extrem boomt - und bei dem auch die Öko-Bewusstesten und SUV-Feindlichsten ein Auge zudrücken könn(t)en.

Schließlich haben wir im Test - das gleich einmal vorab - gerade einmal 6,6 Liter Diesel im Schnitt verbraucht. Exakt so viel, wie Suzuki auch in den Prospekt schreibt. Dabei haben wir den SX4 nicht gerade geschont – mit hohen Autobahngeschwindigkeiten ebenso wie mit einer zweifachen Überquerung der Großglockner-Hochalpenstraße. Bei konventionellerem Umgang mit dem Auto dürfte sich dieser Wert also locker unterbieten lassen.

Zum Auto selbst. Was ist das Geheimnis des Erfolges des SX4? Man nehme einen vernünftig konzipierten Klein-PKW, verpasse ihm ohne allzu großen Aufwand eine halbwegs zünftige Optik und einen sauberen Allradantrieb. Fertig ist der perfekte Crossover. Perfekt deshalb, weil Suzuki jede Menge Kompetenz in all diesen Dingen hat. So ist das Ergebnis, wenig überraschend, höchst überzeugend. Und viel glaubwürdiger als bei so manchem Pseudo-Mini-Crossover europäischer Provenienz, die für die Vortäuschung von „Offroad-Credibility“ gerade einmal einen blankpolierten Unterfahrschutz verpasst bekamen.

Der SX4 kann da viel mehr, ist kein solcher Poser. Mit aktiviertem „Lock“-Allradmodus erklimmt der Kleine auch steile und rutschige Anstiege, mit 19 Zentimetern Bodenfreiheit kommt er auch auf mittelmäßig bösen Waldwegen noch voran – dort, wo der Mitbewerb längst auf dem Bauch liegt.

19 Zentimeter Bodenfreiheit ist übrigens auch der Wert, den der im Gelände längst akzeptierte Konzernbruder Jimny aufzuweisen hat. Mit dem der SX4 sonst – ohne Untersetzung und entsprechendem Fahrwerk – abseits der Straßen aber naturgemäß nicht verglichen werden sollte.

Will er auch gar nicht. Denn er ist als überwiegend onroad-tauglicher Alltagswagen konzipiert. Hier hat der Crossover gegenüber dem Jimny aber – ebenso logisch - die Nase vorn. Und zwar um Längen:

Der SX4 kann im Innenraum mit einem außergewöhnlich guten Platzangebot für die Frontpassagiere aufwarten. Das flache, üppig dimensionierte Armaturenbrett vermittelt dazu den Eindruck, dass man in einem deutlich größeren Wagen sitzt. Die Ergonomie ist fast tadellos, Freude macht speziell das sportlich kleine, dickkranzige Lenkrad.

Die Hinterbänkler müssen da schon mit deutlich weniger Platz auskommen. Ganz winzig ist schließlich der Kofferraum, der in unserem Test 2 mittelgroße Reisekoffer nicht aufnehmen konnte. Das schränkt die „Reisetauglichkeit“ des SX4 doch deutlich ein, die ansonst durchaus passabel wäre:

Denn der 120 PS starke 1,9 Liter Common-Rail-Motor bietet ausreichend Power für entspanntes Autobahncruisen bei den jeweils erlaubten Höchstgeschwindigkeiten und ist, im richtigen Drehzahlband gefahren, auch durchaus sprintfreudig. Einziges Manko: Im Drehzahlkeller lauert ein tiefes, tiefes Turboloch.

Wenn der SX4 seine Betriebstemperatur erreicht hat - leider wirklich erst ab diesem Zeitpunkt - ist es eine Freude, den richtigen aus insgesamt 6 verfügbaren Gängen mittels des hübsch kurzen Schalthebels zu wählen. Trotz eines überraschend langen Kupplungsweges ermöglicht das exakt abgestimmte Getriebe eine durchaus sportliche Fahrweise.

So hat es ernsthaft Spaß gemacht, Suzukis Crossover über den Großglockner zu pilotieren. Die Hochalpenstraße: Was früher eine echte Herausforderung war, ist für die meisten modernen Autos heute kein Problem mehr. Aber eine tolle Teststrecke ist sie geblieben, hier trennt sich automobiler Spreu vom Weizen. Der SX4 ist eindeutig dem Weizen zuzurechnen: Mit direkter Lenkung, passablem Fahrwerk, mehr als ausreichender Motorisierung und dem Allradantrieb als Sicherheitsreserve auf dem zum Teil von Schmelzwasser überfluteten Asphalt wurde auch die Glocknerüberquerung zum echten Spaß.

Neben erwähntem Turboloch und dem in kaltem Zustand etwas unwilligen Getriebe ist uns bei der Bedienung des SX4 eigentlich nur der Blinker negativ aufgefallen: Der stellt sich nach dem Abbiegen nur selten von allein zurück. Weil er dazu noch praktisch unhörbar seinen Dienst versieht, kriegt man das oft auch nicht mit. Ein wenig I-Tüpferl-Reiterei unsererseits, zugegeben. Aber doch lästig.

Das schmälert eine für uns überraschend gute Testbilanz kaum. Suzukis Konzept ist aufgegangen, Crossover-, speziell SX4-Fahren, macht einfach Spaß. Ökologisch vertretbar ist es auch. Und, kein Widerspruch: Ein Hauch von SUV-Abenteuer fährt auch noch mit.

Wir überlegen schon ernsthaft, ob wir unserem schweren und etwas in die Jahre gekommenen Redaktions-Pickup einen kleinen flotten Crossover zur Seite stellen. Für die kurze City-Tour. Oder vielleicht doch wieder die große Österreich-Tour mit kleinem Gepäck. Der SX4 stünde auf der Shortlist mit Sicherheit ziemlich weit oben. „SX4 and the city“ ist nämlich genauso lässig wie „SX4 and the Glockner“.



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Suzuki SX4 4WD Crossover

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Der Suzuki SX4 als Wallpaper bei uns!

Fotos: gelaendewagen.at
 

Suzuki SX4 4WD
Crossover "deluxe" 1,9 DDiS:
Die Daten


Länge/Breite/Höhe:
4.235/1.755/1.620 mm

Eigengewicht: 1.325 kg

Motor: Dieselmotor mit Common-Rail-Einspritzung, 1.910 cm3, 120 PS, max. Drehmoment 280 Nm bei 2.000 U/min

Getriebe: 6-Gang-Schaltgetriebe

Höchstgeschwindigkeit:
180 km/h

Verbrauch: 6,6 l Werksangabe, 6,6 Liter auch in unserem Test

CO2-Emissionen: 174 g/km

Anhängelasten: 1.200kg gebremst, 400 kg ungebremst

Allradantrieb: Elektronischer Allradantrieb ("i-AWD"), im Normalbetrieb ("2WD") Vorderradantrieb, per Knopfdruck kann "4WD" aktiviert werden. Bei Schlupf wird das Antriebsmoment an alle 4 Räder weitergeleitet. Im Modus "4WD Lock" wird die Kraft im Verhältnis 50:50 an beide Achsen geleitet.

Ausstattung des Modells 4WD "deluxe" (Auszug):
Fahrer-, Beifahrerairbags, Seitenairbags vorne, Kopfairbags vorne und hinten, ABS mit EBD, Tagfahrlichtautomatik, Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, Sitzheizung Fahrer und Beifahrer, elektr. Fensterheber vorne und hinten, Dachreling, CD-Radio mit Lenkradfernbedienung, manuelle Klimaanlage, Navigationssystem (ins Radio integriert), Keyless Start System, ESP

Preis des Testwagens: € 22.290,--
 

 
Suzuki SX4 4WD Crossover
 
Suzuki SX4 4WD Crossover
 
Suzuki SX4 4WD Crossover
 

gelaendewagen.at Test Nr. 57

 


 
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