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Sportlicher Sparmeister:
Der BMW X3 xDrive18d im Test
BMWs SAV bewies im Test tolle Verbrauchswerte 
13.09.2009
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BMWs sparsamste Variante des "SAV" (= "Sport Activity Vehicle") X3 als mittlerweile 77. Fahrzeug in unserem temporären Testfuhrpark - für uns eine Gelegenheit, einen Allradler einmal unter völlig anderen Gesichtspunkten zu testen: Nicht  die On- und Offroadfähigkeiten standen diesmal im Vordergrund, sondern die Beantwortung der Frage, ob die Herstellerangaben hinsichtlich des Kraftstoffverbrauches ihrer Fahrzeuge einigermaßen realistisch und in der Praxis nachvollziehbar sind.
  
BMW bezeichnet den X3 xDrive18d als das "verbrauchsgünstigste SUVs seines Segment": Der 2 Liter große Vierzylinder-Motor in diesem Modell begnügt sich laut Angaben der Bayern mit 6,2 Litern Diesel, was CO2-Emissionen im Ausmaß von nur 165 Gramm pro Kilometer entspricht. Ein mehr als beachtlicher Wert für ein Fahrzeug mit einem Leergewicht von 1.815 Kilogramm.

Wie haben wir versucht, diese Werte nachzuvollziehen? Wir haben kurzfristig den "gelaendewagen.at-Drittelmix" ins Leben gerufen. Sprich, nach gutem, altem Vorbild den X3 zu je einem Drittel in der Stadt, auf der Landstraße und auf der Autobahn bewegt. Insgesamt 100 Kilometer weit. Ziel war es dabei, im Verkehr "mitzuschwimmen", also nicht wie bei solchen Tests manchmal üblich als Verkehrhindernis möglichst Sprit sparend  unterwegs zu sein. Auch einmal zu überholen, wenn es notwendig ist, auch einmal einen kleinen Zwischensprint einzulegen. Vor dem Test wurde der Tank bis auf den letzten Tropfen gefüllt, nach exakt 100 Kilometern erneut.

Um Kritikern zuvorzukommen: Es ist uns durchaus bewusst, dass dies bei weitem kein zu 100 Prozent seriöser Test ist und  es dabei relativ große Unschärfen geben kann. Wir sind aber dennoch überzeugt,  dem potenziellen Kunden damit eine halbwegs taugliche Information geben zu können, wie viel ein Auto in der Praxis tatsächlich braucht.

Und - wir waren überrascht. Eigentlich sogar mehr als das: Fast ein wenig "euphorisch". Nach exakt 100 Kilometern passten in den Tank unseres in trendigem Weiß lackierten X3 nämlich nur 6,5 Liter Diesel. Und das, obwohl die Wiener Mariahilfer Straße und die berühmt/berüchtigte "Zweierlinie" unserem Nervenkostüm einiges abverlangt hatte. Und wir auf Landstraße und Autobahn schon 'mal geschaut hatten, wie's denn so um die Fahrdynamik des  derzeit noch kleinsten BMW-SAVs bestellt ist. 6,5 Liter - da kann man BMW nur gratulieren.  

Stichwort Fahrdynamik: Auch hier kann der X3-Benjamin durchaus überzeugen. 143 PS bzw. 350 Newtonmeter sind durchaus überzeugende Zutaten, um aus dem Auto einen der sportlicheren Vertreter seines Segments zu machen. In puncto Beschleunigung, Durchzugsstärke und Topspeed lässt er kaum Wünsche offen,, selbst das in dieser Klasse fast obligat tiefe Turboloch konnte BMW  überraschend klein halten.

Besonders gut hat uns das Fahrwerk gefallen, dem man in jeder Situation anmerkt, dass es auch für deutlich stärkere Antriebe konzipiert ist: Das Topmodell des X3, der "35d" leistet schließlich 286 PS und stemmt 580 Newtonmeter auf die Kurbelwelle - da geht doch ganz anders die Post ab.

Im Zusammenwirken mit dem in normalen Fahrsituationen völlig unmerklich agierenden Allradantrieb bietet der X3 so ein umfangreiches Sicherheitspolster, wie es kaum ein anderes SUV zu bieten hat.

BMW hat den X3 nie als Geländefahrzeug konzipiert - und dies auch nie behauptet. Allrad ist Mittel zum Zweck der Fahrdynamik und der Sicherheit auf verschiedensten Untergründen - unter anderem auch auf unbefestigten Straßen.

Ganz kleine Geländeabenteuer sind freilich nicht verboten - xDrive, die gute Bodenfreiheit von knapp über 20 Zentimetern, die Wattiefe von 50 Zentimetern und der geniale "Hill Holder" machen's möglich.

Letzterer ist auch im Alltagsbetrieb super: Legt man im Stand den ersten Gang ein und löst die Bremse, hält die Elektronik den Wagen 2 Sekunden lang "fest" - Zeit genug, um sanft einkuppeln und ohne Zurückzurollen am Berg anfahren zu können.

Über den Innenraum gibt es kam Klagen: Saubere Verarbeitung und hohe Materialqualität sind bei BMW ohnehin Standard, die Sitze sind sportlich orientiert, bieten guten Seitenhalt und speziell mit der verlängerbaren Sitzfläche auch exzellenten Komfort. Ob die Farbwahl Schwarz/Rot bei den Bezügen viele Kunden ansprechen wird, sei dahin gestellt. Nicht ganz glücklich waren wir auch mit den Armaturen des Basis-X3, dessen LC-Displays mit ihren Punkterlrastern ein wenig 90er-Jahre-Charme versprühen. 

Doch: Lenkung, die 6-Gang-Schaltung, das Platzangebot und die Ergonomie können ernsthaft gefallen und heben den X3 weit über den SUV-Durchschnitt - auch als Basismodell mit dem mehr als empfehlenswerten "Sparmotor".

Mit einem Basispreis von 34.450 Euro ist der X3 auch preislich recht attraktiv und mit seiner gar nicht schlechten Basisausstattung auch hier in Schlagdistanz zum Mitbewerb.


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BMW X3 xDrive18d

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BMW X3 xDrive18d
Text und Fotos: gelaendewagen.at
 

BMW X3 xDrive18d
Die Daten

Motor: 2,0 Liter 4 Zylinder Dieselmotor mit Common Rail Einspritzung, 143 PS, 350 Nm bei 1.750 bis 2.750 U/min, Abgasnorm EU5

Fahrleistungen: 0-100 km/h in 10,3 s, Höchstgeschwindigkeit 195 km/h

Getriebe: 6-Gang-Schaltgetriebe

Verbrauch: 6,2 Liter Werksangabe. 6,5 Liter im "gelaendewagen.at Drittelmix"

CO2-Emissionen: 165 g (bei 6,2 l Verbrauch)

Länge/Breite/Höhe: 4.569/1.853/1.674 mm

Leergewicht:
1.815 kg

zul. Anhängelasten:
1.800 kg/720 kg (gebremst/ungebremst)

Allrad/Gelände: Permanenter Allradantrieb xDrive mit variabler Kraftverteilung, Wattiefe 500 mm, Bodenfreiheit 201 mm, Böschungswinkel 26,1° vorne, 23,6° hinten, Rampenwinkel 19°, HDC, Hill Hold

Basisausstattung (Auszug):
Klimaanlage, BMW Radio mit CD-Player, 17"-Leichtmetallräder, Nebelscheinwerfer, xDrive
             
Basispreis: € 34.450,--
 

 
BMW X3 xDrive18d
 
BMW X3 xDrive18d
 
 

gelaendewagen.at Test Nr. 77



 
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