 |
|
Jeeps Hoffnungsträger: Der Patriot |
|
Jeeps erfolgreiches Kompakt-SUV im Blitztest |
|
home
tests |
|
|
| 28.11.2009 |
|
Mehr als ein Lichtstreif am Horizont ist der Patriot für Jeep:
In den schweren Zeiten, die für Konzern-Mutter Chrysler nun
hoffentlich langsam zu Ende gehen, haben die Verkaufszahlen
des zwischen Cherokee und Benjamin Compass positionierten
Modells stets Anlass zur Hoffnung gegeben. Während man bei allen
anderen Modellen Einbußen verzeichnete, entwickelte sich der
Patriot prächtig - und konnte 2009 die Zahlen vom Vorjahr
bislang sogar noch geringfügig übertreffen. |
|
 |
|
Dem Geheimnis des Erfolgs wollten wir nachgehen - und
haben die "Sport"variante des Patriot getestet.
Exakt 31.090 Euro kostet der mit 4,40 Metern
Außenlänge recht kompakt ausgefallene Wagen gemäß offizieller
Preisliste. Angetrieben wird er von einem 2,0 Liter Dieselmotor
mit 120 PS und 310 Newtonmetern Drehmoment. Ein in der
Praxis gut zum Patriot passendes Aggregat, das recht drehfreudig
ist und durch einen kernigen, bei höheren Drehzahlen sogar fast
knurrigen Sound gefällt. Seine Kraft wird über ein 6-gängiges
Schaltgetriebe übertragen, das sich sehr gut bedienen lässt,
einzig die Schaltgassen könnten eine Spur schärfere Konturen
aufweisen. |
|
 |
|
Das Fahrwerk überrascht onroad mit Eigenschaften wie bei
einem
PKW und entspricht auch der Erwartungshaltung sportlich
orientierter Fahrer.
Angesichts der kompakten Abmessungen ist das Platzangebot
im Innenraum recht großzügig. Auf den bequemen, ein wenig
amerkanisch-weichen Sitzen der ersten Reihe sitzt man bequem,
Erwachsene mit normalem Körperbau finden auch hinten noch Platz.
Der Kofferraum ist mit 536 Litern durchschnittlich groß,
lässt sich durch Umklappen der hinteren Sitze aber auf bis zu
1.357 Liter erweitern. Auffällig ist die hoch gezogene Seiten-
und das recht schmale Fensterband, das uns im Innenraum
ein kleinwenig an die Atmosphäre im Hummer 3 oder im Toyota
FJ-Cruiser erinnert hat |
|
 |
|
In klassischem Jeep-Stil ist das vierspeichige Lenkrad mit
seinem trapezförmigen Pralltopf gehalten. Praktisch und
funktionell präsentieren sich die Bedienelemente des
Armaturenbrettes, ergonomisch befindet sich der Patriot auf
der Höhe der Zeit und kann nach wenigen Fahrminuten praktisch
"blind" bedient werden. Eine Klimaanlage ist serienmäßig
vorhanden und manuell zu bedienen.
Außen gefällt der Patriot mit seiner knuffig/bulligen
Interpretation des klassischen Jeep-Themas, speziell was die
Gestaltung der Front betrifft. 7 vertikale Lüftungsschlitze,
nicht nur Jeep-Fans wissen es längst, zieren den Grill.
eingerahmt von den ebenso klassischen Rundscheinwerfern.
Tief herunter gezogen wurde der Frontspoiler, der mit
zusätzlichen Luftöffnungen versehen ist und die serienmäßigen
Nebelscheinwerfer aufnimmt. Einen hübschen Kontrast zur
hellen Lackfarbe, die sich bei unserem Testwagen "Light
Sandstone Metallic" nennt, stellen die dunkel lackierten Felgen
im 5-Stern-Design dar. |
|
 |
|
Die Geländeeignung des Jeep Patriot ist SUV-typisch: "Freedom
Drive I" nennt sich das vollelektronische Allradsystem, die
nur dann eine Aktivität vom Fahrer verlangt, wenn bei besonders
schlechtem Untergrund das Drehmoment fix zwischen den beiden
Achsen verteilt werden soll. Dafür findet sich - etwas
ungewöhnlich am hinteren Ende der Mittelkonsole angebracht - ein
Hebel, der auch während der Fahrt betätigt werden kann.
Gut: Die Bodenfreiheit mit 204 Millimetern - damit ist
der Patriot dem Boden nur um einen Zentimeter näher als das
Jeep-Flaggschiff Commander. Als Geländewagen wird den Patriot
trotzdem kaum jemand bezeichnen. Für komfortables und sicheres
Befahren von "Schlechtwegen" sowie für die sichere Fahrten auf
verschneiten oder nassen Bergstraßen reicht die zur Verfügung
stehende Technik aber allemal aus. |
|
 |
|
Mehr als nur erwähnenswert ist die serienmäßige
Sicherheitsausstattung des Jeep Patriot Sport: Ein ABS mit
elektronischer Bremskraftverteilung ist ebenso mit an Bord wie
Front-, Window- und Seitenairbgas, eine Antriebsschlupfregelung
und ein ESP. |
|
 |
|
280 Patriots wurden in den ersten 10 Monaten des Jahres
2009 auf Österreichs Straßen erstmals losgelassen - exakt 1
Fahrzeug mehr als noch im Vorjahr. Der Großteil der Käufer
entscheidet sich für den hier vorgestellten 2 Liter Diesel. Eher
eine Minderheit werden die Käufer der Benzinvariante
bleiben - auf sie wartet aber immerhin ein 2,4 Liter Motor mit
170 PS und eine CVT-Automatik. Zusätzlich zum "Sport" ist
der Wagen auch als "Limited" erhältlich und dann auch mit
Lederausstattung und anderen Luxus-Features ausgestattet - zu
einem Aufpreis von 2.500 Euro. Das Topmodell "Overland"
kostet 35.490 Euro.
Seit kurzem gibt es mit dem Laredo auch eine
preisgünstige Einstiegsvariante ab 26.990 Euro.
Mit der Übernahme von Chrysler durch Fiat wird die Modellpolitik
von Jeep intensiv hinterfragt werden. Was zum jetzigen Zeitpunkt
klar scheint: Dass die beiden kleinen SUV-Modelle von Jeep, der
Patriot und der Compass, kurz- bis mittelfristig zu einem Modell
verschmelzen werden. Angesichts der Qualitäten des von uns
getesteten Wagens hoffen wir, dass die Mehrzahl der Gene eines
neuen Fahrzeuges aus dem Patriot stammen werden.
Mehr zum Jeep Patriot bei uns:
Jeep Patriot Sondermodell "Laredo"
(09/2009)
Neues Topmodell: Der Jeep Patriot "Overland"
(11/2009) |
|
|
|
gelaendewagen.at Test Nr. 84
Fotos: gelaendewagen.at |
|
|
|
| |
(c) allradnews.at & gelaendewagen.at
|