Das neue, adaptive 4x4-Allrad-System von Opel bietet im
Insignia in Verbindung mit dem "FlexRide" Fahrwerk und den
elektronisch-hydraulischen Lamellenkupplungen höchste
Sicherheit: Nur rund 80 Millisekunden vergehen zwischen
dem Erkennen einer kritischen Situation durch die Sensoren und
der darauf abgestimmten Kraftverteilung an die Räder. Das zur
Verfügung stehende Drehmoment kann stufenlos von Null bis
nahezu 100 Prozent zwischen Vorder- und Hinterachse und auch
zwischen den Rädern der Hinterachse verteilt werden.
Informationen erhält das adaptive Allrad-System über drei
Module: Dem "Body Control Modul" BCM, der "Engine
Control Unit" ECU und dem ESP. Alle Informationen
werden dann zum Steuergerät weitergeleitet, ausgewertet und das
Drehmoment individuell an die Räder verteilt. Der Kraftverlauf
erfolgt beim Insignia 4x4 vom Vorderachsdifferential über die
Kardanwelle zu einer hydraulischen Lamellenkupplung. Sie steuert
elektronisch geregelt die Drehmomentverteilung von 0 bis 100
Prozent zwischen Vorder- und Hinterachse.
Die Kraftverteilung an der Hinterachse übernimmt ebenfalls eine
hydraulische Lamellenkupplung mit einer möglichen
Kraftverteilung von fast 100 Prozent an jeweils eines der beiden
Hinterräder. So kann ein Insignia 4x4 selbst dann problemlos
anfahren, wenn er mit drei Rädern auf Eis und nur eines
der Hinterräder Grip hat. Die Module erhalten ihre Signale von
Sensoren, die Gierrate, Beschleunigung, Lenkwinkel,
Raddrehzahlen, Gaspedalstellung, Motordrehzahl und Drehmoment
erfassen und die Kraftverteilung entsprechend der empfangenen
Informationen an die aktuelle Fahrsituation anpassen.
So erfolgt etwa vor dem eigentlichen Anfahren über
Gaspedalstellung und Motordrehzahl eine Information an das
Steuergerät. Die Drehmomentverteilung zwischen Vorder- und
Hinterachse erfolgt schon vor dem eigentlichen Start. Bei einem
bevorstehenden „Kavalierstart“ wird schon im Vorfeld ein
entsprechender Teil der Antriebskraft zu den Hinterrädern
geleitet.
Seine Qualitäten zeigt Opels Allradantrieb bei Fahrten auf
Schnee - speziell bergab: Im Normalfall folgt ein Fahrzeug
kaum mehr den Lenkbewegungen, wenn man zu schnell ist und
schiebt heftig über die Vorderräder in Richtung Straßenrand oder
Gegenverkehr. Opels adaptiver Allrad hilft auch in dieser
Situation: Er kann nicht nur das Drehmoment verteilen, sondern
umgekehrt auch ein durch Gaswegnahme vom Motor verursachtes
Bremsmoment so auf die einzelnen Räder umleiten, dass
die Steuerbarkeit des Fahrzeugs optimal unterstützt wird.
Durch die vielfältigen Steuerungsmöglichkeiten der Drehmoment-
oder Bremsmomentverteilung sowie der Stoßdämpfersteuerung
über FlexRide löst der adaptive Allradantrieb damit schon viele
kritische Situationen im Straßenverkehr, ohne dasS das ESP
rettend eingreifen muss.
Per Tastendruck hat der Fahrer auch noch Einflussmöglichkeiten
auf die Kraftverteilung: Die wählbare "Sport"-Einstellung
verteilt mehr Kraft an die Hinterachse, um die Traktion zu
erhöhen und ein agileres Fahrverhalten zu erzielen.
Das neue adaptive Allradsystem von Opel ist für den 2
Liter-Turbobenziner erhältlich und im 2,8 V6 Biturbo
und in der OPC-Version serienmäßig. Preislich startet es
im 220 PS starken 2.0 Turbo bei 35.600 Euro.