Opel: Allrad als "Frühwarnsystem"
Das Auto des Jahres, der Opel Insignia, kommt mit einer Fülle an technischen Innovationen. Dazu zählt auch der hochmoderne Allradantrieb.

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29.12.2009

Das neue, adaptive 4x4-Allrad-System von Opel bietet im Insignia in Verbindung mit dem "FlexRide" Fahrwerk und den elektronisch-hydraulischen Lamellenkupplungen höchste Sicherheit: Nur rund 80 Millisekunden vergehen zwischen dem Erkennen einer kritischen Situation durch die Sensoren und der darauf abgestimmten Kraftverteilung an die Räder. Das zur Verfügung stehende Drehmoment kann stufenlos von Null bis nahezu 100 Prozent zwischen Vorder- und Hinterachse und auch zwischen den Rädern der Hinterachse verteilt werden.

Opel Insignia

Informationen erhält das adaptive Allrad-System über drei Module: Dem "Body Control Modul" BCM, der "Engine Control Unit" ECU und dem ESP. Alle Informationen werden dann zum Steuergerät weitergeleitet, ausgewertet und das Drehmoment individuell an die Räder verteilt. Der Kraftverlauf erfolgt beim Insignia 4x4 vom Vorderachsdifferential über die Kardanwelle zu einer hydraulischen Lamellenkupplung. Sie steuert elektronisch geregelt die Drehmomentverteilung von 0 bis 100 Prozent zwischen Vorder- und Hinterachse.

Das Allradsystem des Opel Insignia

Die Kraftverteilung an der Hinterachse übernimmt ebenfalls eine hydraulische Lamellenkupplung mit einer möglichen Kraftverteilung von fast 100 Prozent an jeweils eines der beiden Hinterräder. So kann ein Insignia 4x4 selbst dann problemlos anfahren, wenn er mit drei Rädern auf Eis und nur eines der Hinterräder Grip hat. Die Module erhalten ihre Signale von Sensoren, die Gierrate, Beschleunigung, Lenkwinkel, Raddrehzahlen, Gaspedalstellung, Motordrehzahl und Drehmoment erfassen und die Kraftverteilung entsprechend der empfangenen Informationen an die aktuelle Fahrsituation anpassen.

So erfolgt etwa vor dem eigentlichen Anfahren über Gaspedalstellung und Motordrehzahl eine Information an das Steuergerät. Die Drehmomentverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse erfolgt schon vor dem eigentlichen Start. Bei einem bevorstehenden „Kavalierstart“ wird schon im Vorfeld ein entsprechender Teil der Antriebskraft zu den Hinterrädern geleitet.

Das Allradsystem des Opel Insignia

Seine Qualitäten zeigt Opels Allradantrieb bei Fahrten auf Schnee - speziell bergab: Im Normalfall folgt ein Fahrzeug kaum mehr den Lenkbewegungen, wenn man zu schnell ist und schiebt heftig über die Vorderräder in Richtung Straßenrand oder Gegenverkehr. Opels adaptiver Allrad hilft auch in dieser Situation: Er kann nicht nur das Drehmoment verteilen, sondern umgekehrt auch ein durch Gaswegnahme vom Motor verursachtes Bremsmoment so auf die einzelnen Räder umleiten, dass die Steuerbarkeit des Fahrzeugs optimal unterstützt wird.

Durch die vielfältigen Steuerungsmöglichkeiten der Drehmoment- oder Bremsmomentverteilung sowie der Stoßdämpfersteuerung über FlexRide löst der adaptive Allradantrieb damit schon viele kritische Situationen im Straßenverkehr, ohne dasS das ESP rettend eingreifen muss.

Per Tastendruck hat der Fahrer auch noch Einflussmöglichkeiten auf die Kraftverteilung: Die wählbare "Sport"-Einstellung verteilt mehr Kraft an die Hinterachse, um die Traktion zu erhöhen und ein agileres Fahrverhalten zu erzielen.

Das neue adaptive Allradsystem von Opel ist für den 2 Liter-Turbobenziner erhältlich und im 2,8 V6 Biturbo und in der OPC-Version serienmäßig. Preislich startet es im 220 PS starken 2.0 Turbo bei 35.600 Euro.


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Bilder: General Motors





 
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