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Alleskönner:
Suzuki Grand Vitara im Test
Der Japaner hat uns on- und offroad überzeugt ...
09.11.2009
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Nein, wir stellen Ihnen mit diesem Test keine Neuauflage des Suzuki-Allradlers vor, auch sein letztes Facelift liegt schon etwas länger - etwa 11 Monate - zurück. Wir haben die Gelegenheit zu einem Test dennoch genutzt - weil ein Testbericht über ein Fahrzeug wie den Grand Vitara bei uns einfach nicht fehlen darf.

Schließlich ist Suzukis größter Allradler einer der letzten Vertreter der echten Geländegänger, findet sich in der aktuellen Ausgabe aber auch auf befestigten Straßen erstaunlich gut zurecht. Dass alles zu einem Preis, zu dem man heute nur noch SUVs der Kompaktklasse angeboten bekommt, die in fast allen Disziplinen deutlich weniger zu bieten haben.

"Echter Geländegänger?", fragen Sie sich, angesichts der doch etwas weichen Formgebung der Karosserie? Ja, dürfen wir Ihnen antworten -  lassen Sie sich vom treuherzigen Blick und den sanften Rundungen an Dachlinie und Kotflügeln nicht täuschen. Denn unter dem Blechkleid verbirgt sich echte , solide Geländewagentechnik.

So sollte der der Begriff "SUV" - "Sports Utility Vehicle" von mehr Autoherstellern interpretiert werden - wir erinnern: "Utility" steht für "Nutzen", für "Nützlichkeit". Für all die Eigenschaften also, die ein SUV von einem PKW unterscheiden (sollen). Die sich bei den meisten selbst ernannten Vertretern der Gattung auf die Verfügbarkeit einer elektronisch gesteuerten Allradantriebs und einer geringfügig höheren Sitzposition beschränkt.

Ganz anders der Grand Vitara: Hier sitzt  die Karosserie noch auf einem soliden Leiterrahmen, der für die im Gelände notwendige Robustheit sorgt. Auch im Suzuki sorgt ein permanenter Allradantrieb für den Vortrieb, allerdings kann bei ihm das Mitteldifferenzial händisch gesperrt werden (was für eine gleichmäßige Kraftverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse sorgt). Und: Mit dem selben Drehknopf an der Mittelkonsole kann auch die Getriebeuntersetzung aktiviert werden, die einen Wagen erst wirklich zum Geländewagen macht.

Fast im Stile der großen Offroad-Protagonisten sorgen Schraubenfedern auch für eine Achsverschränkung, von der die Konstrukteure "moderner" SUVs  nur träumen können.

Aber das wirklich Schöne am Grand Vitara ist: Wie kaum ein anderer Geländewagenbauer hat es Suzuki verstanden, dem Wagen auch mehr als manierliche Straßeneigenschaften einzuhauchen:

Genannte Schraubenfedern überraschen onroad mit geländewagenuntypischem Komfort bei gleichzeitig sauberer Straffheit. Dazu ist die Lenkung exzellent - direkt und präzise setzt sie die Anweisungen des Lenkraddrehers in Richtungsänderungen um.

Dazu bietet Suzuki - wie im Fall unseres Testwagens - einen kleinen, aber feinen Dieselmotor an, der aus seinen 1,9 Litern Hubraum 129 PS schöpft. Aus dem Stand ermöglicht er dank seiner 300 Newtonmeter fast sportliche Antritte. Autobahnfahrten gestalten sich ebenfalls recht angenehm, bei Tachogeschwindigkeit 130 (GPS-gemessenes Realtempo 122 km/h) werkt das Aggregat mit rund 3.200 Umdrehungen in der Minute noch  recht leise und unauffällig. Über diesem Tempo wird es ein bisschen zäh, das Leergewicht jenseits der 1.600 Kilogramm sowie der wohl nicht optimale cw-Wert fordern hier Tribut.

Thema Verbrauch: Hier konnte uns der Grand Vitara nicht restlos überzeugen. Während der EU-Verbrauch mit 7,0 Litern angegeben wird, haben wir in der Praxis rund 9 Liter auf der Autobahn, sogar rund 10 in der Stadt verbraucht. Einzig auf Landstraßen sind wir der Herstellerangabe nahe gekommen.

Der Diesel ist mit einem unauffälligen (also guten) 5-Gang-Schaltgetriebe gekoppelt, eine Automatik ist nur für die Benzinmodelle lieferbar. 

Der Innenraum  gefällt mit seiner Solidität und der exzellenten Ergonomie, für die die besonders großen Drehknöpfe und Schalter sorgen - fast ein wenig verspielt wirken die überdimensionalen Armaturen. Der zentrale Tacho wird von zwei 270-gradigen Rundinstrumenten für Drehzahlmesser und Betriebsinformationen eingerahmt - alle Anzeigen sind gut beleuchtet und leicht ablesbar.

Sitzkomfort und Platzangebot sind in beiden Reihen gut, auch vernünftigen Seitenhalt gibt's serienmäßig. Das Kofferraumvolumen ist bei aufgestellten hinteren Sitzen mit 398 Litern schon recht passabel, insgesamt beträgt es bis zu 1.386 Liter.

Hervorzuheben ist das Sicherheitsangebot des Suzuki Grand Vitara: ABS mit EBD, ein ESP und auch die Traktionskontrolle TCS sind ebenso serienmäßig wie Fahrer- und Beifahrerairbag sowie Kopf- und Seitenbags in beiden Sitzreihen.

Mit dem "special" sind wir das Basismodell gefahren, das sich diese Bezeichnung mit einer sehr guten Basisausstattung (Details siehe Infobox rechts)  eigentlich gar nicht verdient. Das zu einem überzeugenden Preis von gerade einmal 28.590 Euro. "deluxe" und "executive" bieten noch diverse Schmankerl zusätzlich, bleiben aber ebenfalls auf einem sehr niedrigen Preisniveau: Höchstens 32.790 muss man für den topausgestatteten Grand Vitara Diesel auf den Tisch legen.

Mit dem Grand Vitara bietet Suzuki ein Fahrzeug an, das kaum Schwächen hat - im Gegenteil:  Als echter Alleskönner bei hervorragendem Preis-/Leistungsverhältnis glänzt.

So stellen wir uns "SUVs" vor ...


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Suzuki Grand Vitara im Test

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Suzuki Grand Vitara im Test
Text und Fotos: gelaendewagen.at
 

Suzuki Grand Vitara "special", 5-Türer
Die Daten

Motor: 4-Zylinder Dieselmotor mit Common Rail Direkteinspritzung, 1.870 cm3, 129 PS, 300 Nm bei 2.000 U/min

Getriebe:
5-Gang-Schaltgetriebe

Verbrauch: 7,0 l lt. Hersteller
CO2-Emissionen: 185 g/km

Länge/Breite/Höhe: 4.575/1.880/1.695 mm
Leergewicht:
1.630 kg
zul. Anhängelasten:
2.000/750 kg (gebremst/ungebremst)
 
Allrad/Gelände: Permanter Allradantrieb Kraftübertragung 47:53 vorne: hinten), Mitteldifferenzial händisch sperrbar. Geländeuntersetzung (1,97 : 1), Bodenfreiheit 20 cm, 

Basisausstattung (Modell "special", Auszug): Elektr. Fensterheber vorne und hinten, Zentralverriegelung, elektr. Wegfahrsperre, CD-Radio mit MP3 mit Fernbedienung am Lenkrad, Sitzheizungen vorne, Infodisplay, 4 Becherhalter, 12 V Steckdose in Mittelkonsole, autom. Klimaanlage, Fahrer- und Beifahrerairbag, Seitenbags vorne, Kopfbags vorne und hinten, ISOFIX-Kindersitzhalterung, ABS mit EBD, ESP, Dachreling, 16-Zoll-Stahlfelgen


Basispreis:
28.590,-- Euro inkl. MwSt. und NoVa


Preis des Testwagens: 28.973,-- Euro
(inkl. 383,-- Metalliclackierung)
 
 
Suzuki Grand Vitara im Test
 
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gelaendewagen.at Test Nr. 81

 
(c) allradnews.at & gelaendewagen.at