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Bedenkliche Konstellation:
Toyota-Probleme kommen den USA gerade recht |
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Ist es möglich, dass der weltgrößte Autoproduzent über Nacht
verlernt hat, sichere Fahrzeuge zu bauen? Wir glauben nicht. |
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| 01.03.2010 |
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Bis vor kurzem hörte man von Toyota meist nur das Beste: Die Produkte des
japanischen Unternehmens galten als hochqualitativ, Konsumenten
und Motorfachpresse bescheinigten den Fahrzeugen unisono eine
Defektresistenz auf Topniveau.
Nun setzt eine Defektserie dem Image Toyotas massiv zu.
Mehr als 8,5 Millionen Autos müssen wegen defekter
Bremspedale in die Werkstätten (
wir haben berichtet), der
Großteil davon in den USA. Ein unglaublicher Stimmungswandel
setzte ein, Toyota war (und ist) in aller Munde, die Medien
fielen über den Konzern her wie die Geier. |
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Negativer Höhepunkt: Toyota-Chef Akio Toyoda wurde in den
USA als Hauptzeuge zu einem Kongress-Hearing über die
Defekte geladen - um dort nach Medienberichten fast wie ein
Angeklagter behandelt zu werden. Ein unwürdiges Schauspiel,
das - unabhängig von Art und Umfang der Fahrzeugprobleme - fast
an einen Schauprozess in einer Bananenrepublik erinnerte.
Schon seine Vorladung sei ein höchst ungewöhnlicher Vorgang
gewesen, gestanden selbst diverse Zeitungen ein - fast genauso
ungewöhnlich, als würde Bill Gates persönlich vor ein
japanisches Gericht zitiert, um dort zu Softwarefehlern Rede und
Antwort zu stehen.
Eine Aktion, die aber auch den Verdacht verstärkt, dass den
Amerikanern die Toyota-Probleme gerade recht gekommen
sind - und sie die Schwäche gnadenlos ausnutzen wollen. Zur
Erinnerung: Die einstigen amerikanischen Vorzeigebetriebe -
die großen Autokonzerne - standen vor kurzem vor dem
Abgrund. Nur durch Beteiligungen des Staates wurden
sie gerettet. Als Mitbesitzer ist die US-amerikanische
Regierung nun quasi "direkter Konkurrent" von Toyota.
Schwächen der Konkurrenz sind da hoch willkommenn - und
werden gnadenlos ausgenutzt und möglichst öffentlichkeitswirksam
breit gewalzt.
Nicht nur wir finden, dass Konstellation und Vorgangsweise
bedenklich sind: Als erster hat MMGA-Chef Helmut Moser
dieses Thema aufgegriffen - und im Editorial der aktuellen
Ausgabe von "4WD - Internationales Allradmagazin" von "Dallas-
und Denver-Clan gegen Toyota" berichtet. Und wir schließen uns
ihm vollinhaltlich an, wenn er sagt: "Es kann nicht sein und
ich glaube es auch nicht, dass Toyota über Nacht verlernt hat,
sichere Autos zu bauen". |
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Foto: gelaendewagen.at |
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(c) allradnews.at & gelaendewagen.at
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