Umbrien im Herbst 2006
Unser Forums-Administrator Wolfgang Helscher war wieder einmal auf "4x4-Achse" - diesmal in Umbrien. Der Bericht von seiner Italien-Reise ...
20.10.2006

Diesmal waren wir (Sissy und Wolf mit Ihrem Toyota LC 90, Franz mit dem Defender 90, Robert mit seiner LC 4 und ich mit dem Discovery) in Umbrien und seinen angrenzenden Ländern unterwegs. Bei unserer Experience Reise legten wir 3400km in 9 Tagen zurück um offroadmäßig Land, Leute und Kultur kennen zu lernen. Fährt man im Oktober nach Italien, muss man sich doch bewusst sein, dass fast alle Campingplätze geschlossen haben. So wurde heuer von uns Agriturismo ( http://www.agriturismo.com) bevorzugt. Agriturismo ist gut von den Hauptstraßen beschildert und heißt: Ein Bauer, der mindestens ein Produkt erzeugt und schöne Zimmer mit Bad und WC vermietet, darf das Agriturismo Schild führen. Einige haben sogar ein Restaurant angeschlossen. Wir hatten praktisch nie Probleme unangemeldet für fünf Personen eine Unterkunft zu bekommen.

Unser erster Aufenthalt war in den Ausläufern des Apennin das Bergstädtchen Gubbio, eine sehr sehenswerte mittelalterliche terrassenartig angelegte Stadt, anschließend fuhren wir in die Berge zwischen Umbrien und Marken offroad. Für unsere Reise benutzten wir die 1:200.000er Karten und Garmin mit Map Source. Map Source zeigte uns sehr tolle Offroadstrecken, die in den 200.000er Karten nicht mehr ersichtlich waren.

Am nächsten Tag ging es nach Nocera Umbra. Ich zitiere den ADAC Reiseführer Umbrien in der Ausgabe 2003:“Der Kurort, der auf die umbrischen Bergsiedlung, Noukria zurückgeht, wurde vom Erdbeben 1997 schwer gezeichnet. Inzwischen sind alle Schäden behoben und die verwinkelte Altstadt mit den Hauptsehenswürdigkeiten ist längst wieder zugänglich“. Vorgefunden haben wir eine nicht zugängliche Stadt, die langsam wieder aufgebaut wird und als nicht bewohnbar einzustufen ist. Einige Häuser sind schon bewohnt, die restlichen 90 Prozent, einfach nur abgestützt und noch lange nicht bewohnbar.

Anschließend ging es über in keinen Karten eingezeichneten Schotterstraßen nach Assisi, das ebenfalls 1997 durch das Erdbeben schwer gezeichnet war, aber in dieser Stadt erinnert nichts mehr daran, da vollkommen restauriert!

Tags darauf ging es nach Panicale und Perugia, in dem die Navigation unseres Garmin beweisen konnte, dass man sich ortsunkundig auch in einer unbekannten Stadt problemlos fortbewegen kann.

Anschließend wurden die Berge zwischen der Toscana und Umbrien von uns befahren und am Abend wurde in einem noch offenen Campingplatz am Trasimeno See übernachtet. Dieser Campingplatz in Tuoro liegt idyllisch am See.

Am nächsten Tag hatten wir eine längere Tagesetappe vor, da wir in die Region Abruzzen fahren wollten. Bei dieser Verbindungsetappe wurden von uns Orvietto, für mich einer der schönsten Stadt auf unserer Reise, besucht. Kunst vom Feinsten, goldgelber Wein vom Feinsten und eine einzigartige landschaftliche Lage. Natürlich besuchten wir den Pozzo di San Patrizio. Dieser Brunnenschacht ist 62 Meter tief und kann bis zum
Grund mit 248 Stufen begangen werden.

Danach ging es nach Todi, die in einem Reiseführer als die lebenswerteste Stadt Italiens angepriesen wurde und unser Abendlager wurde in L´Aquila aufgeschlagen. Am nächsten Tag fuhren wir auf den Campo Imperatore, besuchten den Gran Sasso, machten eine Mittagsrast am Lago di Compotosto und fuhren nach Norcia um auf einem Argiturismo Hof zu übernachten. Am nächsten Tag wurde Norcia und Castellone besucht und wir fuhren über den Monte Sibrillini .

Bei der Fahrt nach Spoleto zeigte ich wieder, was in einem kleinem Navigationsgerät stecken kann, da wir über die schönsten Schottertrassen, über die Berge nach Monteluce kamen.

Übernachtet wurde bei Patrico, in einem Agriturismo, dessen Bauer Trüffelsammler ist. Das anschließende Abendessen war sicher einer der Höhepunkte unserer Reise. Außerdem lag dieses Quartier am Berg auf über 1000m und man sah bis nach Assisi.

Am letzten Tag ging es über die Quellen in Tempio del Citunno in die Weinorte Montefalco und Bevagna, in dem wir uns mit kulinarischen Köstlichkeiten für zu Hause eindeckten. Danach besuchten wir Citta di Castello und es ging wieder zurück nach Gubbio, wo der Anhänger für unseren LC4 – Fahrer wartete und von wo wir am nächsten Tag 1000km nach Wien zurücklegten.

Unser Forums-Administrator auf Achse:
Diesmal in Umbrien

Text und Fotos: Wolfgang Helscher

 

In Gubbio

Die Landschaften wechseln sehr oft, sind aber immer wunderschön

Offroad wohin man schaut, aber Achtung:
Überall können Schranken den Weg versperren

Nocera Umbra

Assisi

Assisi

Trasimeno-See

Pozzo di San Patrizio

Campo Imperatore

Campo Imperatore

Norcia im Nebel

Monte Sibrillini

Monte Sibrillini

Bei Patrico

Bei Patrico

Bei Patrico

Spoleto





 
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